Lyrics

Schneckenkönig - Neuschnee

Schneckenkönig

℗ 2016 Problembär Records [PB045]

Im Hotel zum Paradies
Ist nicht die Hölle los
Die Zimmer sind recht klein, aber
Dafür ist die Aussicht groß, ist die Aussicht groß

Umstellt von Realitäten
Imposant, doch nicht bewohnt
Nicht Sinn sondern Bewegung
Über allem thront, über allem thront

Der König verlor sein Kleid an den Kaiser in dieser Nacht
In diesem Spiel unterliegt immer einer der eigenen Macht
Den weisen Männern wurde der Gedanke unbequem
Vielleicht ist hier doch ein Schneeball im System

Der Narr den König breit angrient
Ist deine Trauer geerbt oder verdient
Hab Mut zur Wut im Zweifelsfall
Weint das ganze All

Hey König, sag mir, dass du die Welt verstehst
Hey König, sag mir, wie es jetzt weitergeht

Ein alter Seemann winkte ihm von seinem Schiff
Nur solang es fährt, hat er auch sich selber im Griff
Ein Engel floh mit seiner Harfe aus der Stadt
Weil er keine Lust mehr auf Gewitter hat

Es ist Zeit, dass du entspannst
Solang du Dir einen Anwalt leisten kannst
Hat dich die Wahrheit auch belogen
Tränen fallen nicht dort oben

Hey König, sag mir, dass du die Welt verstehst
Hey König, sag mir, wie es jetzt weitergeht

Ich schreibe noch 1, 2 Verse
Dann geht dieser Song an die Börse
Und holt sich das, was er verdient

Ich werfe mir den Rockstar über
Das kommt so ehrlich wie die Tränen einer Diva
Und mache euch verliebt

Wer hat die perfekte Show
Heiße Luft auf hohem Niveau

Ich habe eine Strategie, und die wird zünden
Und ich muß nicht einmal, was neu erfinden
Ich reit auf dieser Schlange rum, die sich ständig häutet
Ich kann leider nichts mehr finden hier, das mir was bedeutet

Wir schaffen uns selbst ab wie Thilo Sarrazin
Um mit mehr Rasse als Klasse durch das Land zu ziehen
Das haben wir alles schon gehabt

Wir sind krass, krasser als Karl Heinz Grasser
Trinken nur den besten Wein und predigen Wasser
Was für ein Schwiegersohn

Wer hat die perfekte Show
Heiße Luft auf hohem Niveau

Ich habe eine Strategie und die wird zünden
Und ich muß nicht einmal, was neu erfinden
Ich reit auf dieser Schlange rum, die sich ständig häutet
Ich kann leider nichts mehr finden hier, das mir was bedeutet

Alte Haut und neuer Schneider
Schaut wir tragen des Kaisers neuen Kleider

Fliegen fischen im tiefen Tal
Mir ging es beschissen, war dir egal

Fische fliegen durch die Nacht und jetzt
Lieg ich oben und du gibst acht

Hier im Großstadtgewitter

Der Stadtvulkan hat uns ausgespuckt
Und samt Pfeil und Bogen wieder verschluckt

Haben aus Spaß mal auf uns gezielt
Vielleicht kommt ein Engel, der auf der Harfe spielt

Hier im Großstadtgewitter
Das Großstadtgewitter bricht über uns herein

Würde dich ja gern mal aus der Nähe sehen
Doch du stehst in der Ferne, bleibst dafür länger stehen

Wären wir 2 Monde, die kollidieren
Müsste dieser Engel gar nicht Harfe spielen

Hier im Großstadtgewitter
In der Großstadt brechen wir über uns herein

Hast du auch ein Lied ohne Text
Das egal, wo du dich auch versteckst
Pfeift aus seinem Loch

Aus der Zeit mit dem alten Klavier
Sprach es eines Tages zu dir
Und tut es immer noch

Nimm mich mit, wenn du gehst

Frag nicht warum, aber es machte doch Sinn
Doch die Zeit und das Klavier, die sind hin
Nur das Lied, das gibt es noch

Nimm mich mit, wenn du gehst

Jetzt ist Zeit, und ich schicke dich fort
Und merke mit jedem weiteren Wort
Komm auch ich zur Ruh

Ich schieße mit Amors Pfeil
Doch treffe leider nur dein Hinterteil
Besser als daneben, aber meine Beine schlottern
Mi-Mi- Mist jetzt fang ich auch noch a-,a-, an zu stottern
Schau nicht so, als ob dich das mit uns nicht interessiert
Ich lauf in Rotation, denn ich bin gut produziert
Mag sein doch du bist leider nicht mein Archetyp
Doch sei nicht traurig, weil es von mir sicher viele gibt
Und übrigens hier ist die Nummer von meinem Vater
Meld dich bei mal ihm, er ist ein guter Psychiater

Ich renne doch ich komm nicht an
Gut, dass ich schwimmen kann
Durch den Warteraum
Plan B ist Plan A
Denn der war schon immer da
Wie ein wiederkehrender Traum

Kurze Weile langer Weg bestimmt
Was auch immer es auch ist mein Kind
Falten Sorgenfalten klein gewinnt
Denn wir fallen wie ein Blatt im Wind

Ich roll den Rock`n`Roll Koffer bergauf und bergab
Und wenn ich zwischendurch dazu fast keine Kraft mehr hab
Dann schreib ich mir selbst `ne Postkarte, auf der steht
Vergesse niemals, Heimat ist dort, wo man Dich versteht
Er sagt zu mir, du arbeitest hart, doch fährst keine Renditen
Mach’s doch wie ich und nehme einarmige Banditen
Das ist legal und wie Robin Hood in umgekehrt
Nimm von den Armen, gib den Reichen, das hat sich bewährt
Manchmal ist das Leben wie das des Huhns im Hühnerparadies
Ein verheißungsvoller Name, doch dort dreht man Dich am Spieß

Kleine Schritte, großes Land, in dem ich brav das Nichts vermehre
Geb‘ dem Haus einen Verstand und fliege mit dem Hype ins Leere

Wieviel wiegt das Gleichgewicht
Auf und ab, ich weiß es nicht
Essen muss jeder allein
Will dein Geschmacksverstärker sein

Nebel in der Wohnlandschaft, Regenbogen aufgehangen
Was ein Foto niemals schafft, ist dein Gefühl miteinzufangen

Komm und nimm mein großes Vielleicht, großes Vielleicht, Vielleicht

Ist dein Leben frische Luft oder ein verrauchtes Zimmer
Bist du auch so ausgebufft und schminkst dich mit blassem Schimmer

Im System mit schlechtem Wirkungsgrad
Spazieren auf Hügeln einer Stadt
Aus Trümmern der Vergangenheit
Bleibt für Zweifel keine Zeit

Klebe den Sinnzusammenhang und lass den Geist in der Maschine
Trocknest Schafe im Schleudergang, doch schreibst Wut auf die Gardine

Komm und nimm mein großes Vielleicht, großes Vielleicht, Vielleicht

Wo ist der Ort, an dem ich schlafen kann
Egal, was ich auch nehme, zum Entspannen
Bin fernbedient und find keinen Knopf
Der schaltet ab den Film im Kopf

Wo ist der Ort, an dem ich bleiben mag
Umarm‘ die Nächte und verfluch‘ den Tag
Bin nicht krank und nicht gesund
Und weine mir die Augen wund

Was macht ein Seemann ohne Schiff auf dem Meer

Hier ist der Ort, an dem du dich entdeckst
Tief drinnen spürst du diesen Baum, der wächst
Gieß ihn mit Schmerz und Disziplin
Macht, dass ich bleibe, anstatt zu fliehen

Zeig mir den Ort, an dem ich Dich verlier‘
Schreib dich mit Leib und Seele auf Papier
Und spül‘ dich raus, wie es mir scheint
Weil mein ganzer Körper weint

Was macht ein Seemann ohne Schiff auf dem Meer

Zerfalle und bau dich wieder neu zusammen

Ein halbes Leben lang wird dir gezeigt, was du nicht kannst
Und du spürst ständig deine Grenzen
Keine Zeit, um zu merken, was du eigentlich schon kannst
Keine Zeit heißt, dass Leben zu schwänzen

Nein, sie ist nicht verrückt
Ihre Federn sind bunt, oh hört ihr sie singen
Ob sie die alten Lieder am schönsten singt
Hauptsache ist doch ihr Herz will zerspringen

Seid gewiss die Musik fließt durch uns durch
Sei es die von gestern oder heute
Nur wenn die Tradition nicht erlaubt den eigenen Ton
Sind wir morgen noch dieselben Leute

Ja, sie fliegt in der Nacht, denn was soll sie denn tun
Am Tag muß sie sich biegen
Die Freiheit, die ist doch Arbeit genug
Gratulieren wir und lassen sie fliegen

Wir sind Planeten, die sich um sich selber drehen
Ich spür dich kommen, spür dich gehen
So, wie wir durch die Raumzeit fahren,
trifft sich unsere Umlaufbahn
Ab und zu, um sich wieder zu verlieren

Schwerelos im Schwerefeld
Solang die Sonne uns festhält
Ist die Zeit uns wohlgesinnt
Denn abgesehen vom Sonnenwind
Ist hier niemand, der uns stört

Grab dich durch die Zeit
Wie das Licht sich durch den Raum

Zeit und Raum sind relativ
Wie auch die Geister, die ich rief
Am Ende explodieren wir doch und kollabieren zum Schwarzen Loch
Schlucken das Licht und auch die Zeit, trifft Null auf die Unendlichkeit
Ob als Stern oder Atom, die Frage nach der Dimension
Zum Denken nah, zum Greifen weit, genau wie
Theorie und Wirklichkeit

Grab dich durch die Zeit
Wie das Licht sich durch den Raum

And when you leave the orbit
Please don’t hide your face
‚Cause after all, after all
Tears don’t fall in space

Bipolar CD

Bipolar

℗ 2011 Problembär Records [PB019]

Komm flieg mit mir im Kettenkarussell
Wenn auch im Kreise nur, hier holt uns niemand ein

Nimm dir ein Herz und schmeiss es über diesen Fluss
Du kannst es später noch immer wieder holen

Und ich schau, dass dir nicht schwindlig wird
Erst wenn das Karussell sich nicht mehr dreht
Und das willst du nicht

Also fahr noch mal

Habe bemerkt, der Nebel ist in meinem Kopf
Jetzt schon seit Jahren, vielleicht wegen der Stadt

Was ändert es, redest von Emanzipation
Und weisst nicht wirklich, was in dir vor sich geht

Und ich schau, dass dir nicht schwindlig wird
Erst wenn das Karussell sich nicht mehr dreht
Und das willst du nicht

Also fahr noch mal

Und flieg soweit dich die Kette und trägt
Und sing, sing so laut du kannst
Solang noch etwas in dir schlägt
Öffne die Augen und erzähl mir, was du siehst

Es schrie das innere Kind: „Ich bin ein Wolf und ich bin heimatlos.“
Aus alles Richtungen blies der Wind
Und er lief los
Lief in ihren Schoss

Der Wille ist gebrochen
Habe bisher nur verneint
Am Ende siegt das Leben
Und kommt zu dem, der weint

Muttermilch und Alkohol
Kerzenschein und grelles Licht
Patient und Therapeut
Denn anders geht es nicht

Sein Fell, das war dicht und lang
Schon jahrelang bei keinem Rudel mehr
Lass die Ersten die Letzten sein
Doch geh nicht allein zum weiten Meer
Denn das hier ist dein Zuhause

Der Wille ist gebrochen
Habe bisher nur verneint
Am Ende siegt das Leben
Und kommt zu dem, der weint

Dein schiefer Zahn grinst mich von der Seite an
Dein Grübchen lacht, was mich grundlos glücklich macht

Du bist kein Schmuck, den man bei sich trägt, um Potenz zu demonstrieren.
Du bist wie ein See, in dem man tauchen möchte, um sich zu verlieren.

Denn du bist schön

Dein kleiner Mund küßt meine Ecken rund
Hab dich vermißt, weil du nicht symmetrisch bist

Und in der Früh lass mich dein Make-up für Dich sein
Das, was uns ausmacht sind unsere Narben, und die sind porentief rein.

Denn du bist schön

Ausversehen, nicht hingesehen
Kreuz und quer bewegte Seelen,
die gleiche Wege anders gehen

Außen stehen und zugesehen
Genau so schnell, wie du dabei bist
wirst du auch wieder übersehen

Der Wille wird so offensichtlich und das Gefühl wird so diffus
Eine Hand, um sich zu wehren und die andere zum Gruß

Je nach Klasse und nach Rasse
fallen Blicke auf Beton
Meistens gibt es bittere Pillen
zu den Früchten der Saison

Hallo, gibt es irgendjemanden auf diesem Rummel
der auch keine Lust auf dieses Spiel mehr hat
Hallo, ist hier irgendjemand in diesem Tunnel,
der auch nach draußen will

Erzähl mir nicht vom Gleichgewicht
Nach außen alles bestens
Trotzdem Pickel im Gesicht

Bin bereit für die Paarungszeit
Denn ich balze mit der Mode,
das gibt Lebensfähigkeit

Bitte bleibe in Bewegung, denn dein Ziel ist sicher weit
Sonst überholt dich jemand anderes, sonst überholt dich deine Zeit

Auf der Suche nach der Ewigkeit
fand ich leider nur ihr Kleid
Vielleicht, weil es ihr nicht mehr passt,
hängte sie es an den Ast.
Der leider keine Blüten trägt,
dafür tiefe Wurzeln schlägt.
So tief sie aus dem Himmel ragen,
ich werd mich durch das Dickicht schlagen

Gross und Klein , das gibt es nicht
Und auch nicht ein Du und ich
Sicher sein kann ich nur dann,
wenn ich es nicht verstehen kan

In einer Flasche ohne Grund
berührte ich fast ihren Mund.
Doch als ich sah den hohlen Zahn,
warf die Angst mich aus der Bahn.
Doch diese Reise macht nur Sinn,
gäbe ich mich wirklich hin
Die Freude blieb, dass dann und wann
ein Moment so lang sein kann

Fühl mich wohl in deinem Schoß
Bodenlos,Bodenlos

Rote Flecken im Stiegenhaus
Nur kurz hinein, schnell wieder raus
Blasse Haut und kalter Schweiß
Gutes Gefühl hat seinen Preis

Blaue Lippen, rastlos sein
Bald betäubt und schlafe ein
Wirf den Ball ins schnelle Glück
Und er kommt doch wieder zurück

Und du bist high

Deine trüben Augen tun mir weh
Wenn ich dich in der U-Bahn seh
Vielleicht kommen wir dort an
Wo niemand etwas dafür kann

Am Anfang noch wie Bonnie und Clyde
Die Euphorie hielt eine Zeit
Die Sätze kürzer, die Liebe dumpf
Gemeinsam tiefer in den Sumpf

|:Und ihr seid high:|

Und was es ist, ich weiss es nicht
Es im Verborgenen zu mir spricht
Vielleicht geht es nicht voran,
weil man sich selbst nicht kitzeln kann

Und ich bin high

Beim Entäußern hat er sich gedacht
Ich bin zum Glück nicht der, der es wieder sauber macht
Er braucht kein Glück und kein Gebet
Er hat das Geld, das für ihn arbeiten geht

Brot und Spiele
Saurer Wein
Holt die Gläser
und schenke ein

Sag mir nicht, dass das schon alles ist
Ein Versprechen, das man schnell vergisst
Sag mir nicht, dass das schon alles ist
Ein Verbrechen, das kein Verbrechen ist

Ein alter Motor, der viel Öl verliert
Wird immer wieder mit neuem Öl geschmiert
Schuldenberg und Wachstumspflicht
Denn ohne das funktioniert es nicht

In den Seifenblasenfabriken der eigenartigen Buchmacher
Sucht man nach Blutplasma, um das dann abzuzapfen
Und in Faschingskrapfen und Plastikflaschen zu pumpen das sie platzen
Du stehst so dicht daneben, dass dir die schlatzigen Batzen die Sicht verkleben
Dir bleibt nichts im Leben als Steuermännern Tribut zu zollen
Bis sie vor Schmutz im goldenen Trickle-Down-Effekt duschen wollen
Wut und Groll hat Haben-, Vernunft und Gewissen Soll-Zinsen
Täglich zwei Bissen Brot und Linsen verwischen das reparierte Grinsen
Im Zahlen-Papier-Spiel gibt’s nur Kollateralschäden
Wenn die Glücksräder beben kostet der Trostpreis Schädel

Sag mir nicht, dass das schon alles ist
Ein Versprechen, das man schnell vergisst
Sag mir nicht, dass das schon alles ist
Eine Hintertür, die immer offen ist

Warum zuckt denn dein Gesicht
Glaube mir, ich weiß es nicht
Und was ist los mit deinem Bein
Könnte es vielleicht Fallsucht sein

Tanz im Epizentrum

Mit einem kurzen Nadelstich
kam es einfach über mich
Spürst du das Kribbeln in deinem Bauch
Ja man jetzt, jetzt spür`ich`s auch

Mit mehr Verstand als Glück hat er nicht
Vielleicht weil er zu wenig spricht
Das Ergebnis seines Experiments
Die Einen haben Ahnung, die Anderen nur Kompetenz

Zum Glück ist Karneval
Jeden Tag ist Karneval

Charity und Lieblingssport
Und edle Küche gegen den Hungertod
Das sich selbst vermehrende Geld auf deinem Weg
Mit dem Leid der Armen, DAS ist dein Privileg

Lieber Herr Doktor mit mir geht es bergab,
Weil ich schneller wachse als die anderen
Und davon Blasen hab‘
Stimmt aus ihrem Mund riecht es ziemlich unangenehm
Leider gibt es noch kein Medikament
Gegen ein Fehler im System

Etwas liegt auf meiner Zunge,
Eingepackt und fest geschnürt
Hör`nur den Schleim in meiner Lunge,
Der sein eigenes Leben führt

Billig ist das, was ich rauche
Arbeite für wenig Lohn
Alles, was ich wirklich brauche
Ist Liebe und Kortison
Autoimmun

Du kannst mich nicht verletzen, denn das habe ich schon selbst getan.
Glaube kann Berge versetzen, doch ich will nur Schlitten fahren
Autoimmun

Ich hab´die Augen zu und schlafe nicht
Ich vergesse doch verzeihe nicht
Ich berühre doch ich spüre nicht
Autoimmun

Langsam wird es eng hier drinnen,
Und wenn niemand danach schaut
Probiere´ich doch zu gewinnen
Und zähl´die roten Punkte auf der Haut
Autoimmun

Bist du hier als Räuber oder als Edelmann
Dann wollen wir doch mal sehen, ob ein Burnout auch noch brennen kann
Autoimmun

Ich hab´die Augen zu und schlafe nicht
Ich vergesse doch verzeihe nicht
Ich berühre doch ich spüre nicht
Und ich hab´ so furchtbar viel zu tun
Autoimmun

Egohippie, Spießerpunk
Schrien beide: „Hier geht’s lang“.
Und der kleine Emo guckte schief
„Sag mal bin ich jetzt alternativ?“

Sie war schwanger und ein Star,
Und er viel mehr noch und kam nicht klar.
Die Journalisten wissen bestimmt,
Dass auch ein Engel mal Drogen nimmt.

Fettrest-Restfett, auf zu neuen Taten,
Fettrest-Restfett, oder einfach warten.

Die alten Freunde auf dem Ball
Halten Tradition für Moral.
Der große Künstler sollte sehen,
Das, was er will, ist schizophren

Fettrest-Restfett, auf zu neuen Taten,
Fettrest-Restfett, oder einfach warten.
Restfett-Fettrest, geh lieber auf dein Zimmer,
Restfett-Fettrest, du machst alles nur schlimmer

An einem Ort, wo niemand war
Nur der Mond schien klar

Saß sie auf seinem Schoß
Und der Mond schien groß

Solange hat sie nichts gesagt,
Was an ihrem Stolz genagt
So viel Emotionen, so wenig Liebe

Versiegelt hinter ihrem Blick
kam bisher nichts mehr zurück
Alle Worte waren Triebe
Des einen Wut ist des anderen Angst
Immer tun, was du verlangst
Nie wieder, nie wieder
Und als es mal romantisch war,
Die Nacht war warm und sternenklar
Bei ihrem letzten Kuß, bei ihrem letzten Kuß

Die Hände feucht, das Herz schlug schnell
Und der Mond schien hell

Auf einem alten Ruderboot
Und der Mond schien rot, schien rot

Sieh der Mond weiß, wer du bist, niemand sonst hat es erkannt
Das, was von uns übrig ist, liegt in dieser Hand

Du redest immer vom Recht des Stärkeren
Aber wer von uns beiden ist eigentlich der Stärkere
Du, der einem die Schmerzen zufügt
Oder ich, die sie ertragen muß
Weißt du, im Gegensatz zu dir habe ich noch Gefühle wie Liebe oder Mitleid in mir
Und ich werde nicht mehr darauf warten, bis du mich gehen läßt,
Sondern ich werde dich gehen lassen und zwar für immer, versteht du, für immer

Das,was von uns übrig ist, ist das Blut in meiner Hand

Meine Zigarre und ich
Als Belohnung gönn‘ ich sie mir dann und wann
Meine Zigarre und ich
Gut zu wissen, dass sie sich nicht jeder leisten kann

Du bist nicht allein

Mein Anzug und ich
Wir sind ein seriöses Team, und wir haben Stil
Mein Anzug und ich
Wir machen viel kaputt, doch wir erreichen viel:|

Meine Tasche und ich
Ich find`es ziemlich schön, daß sie so vielen gefällt
Meine Tasche und ich
Die Frage ist, wer hier wen festhält

Meine Gitarre und ich
Hinter ihr fühl ich mich wohl und die anderen mich nett
Meine Gitarre und ich
Geht es mir nicht gut, dann nehm`ich sie mit ins Bett

Wegweiser

Wegweiser

℗ 2008 PROBLEMBÄR RECORDS [PB01]

Versteckt hinter Gardinen
und einer schweren Tür
Zwischen- alles ist Scheiße-
und-was kann ich dafür-

Betäubt durch den Lärm
der unsichtbaren Gefahr
Atme nur flach, denn man sagt,
der Feinstaub sei immer noch da

Mein eigener Schatten ist der einzige Gast
Ich heiß ihn herzlich willkommen
|:in meinem Tränenpalast:|

Nimm den Hammer
und schlag die Wände ein für allemal ein
In den hohen Mauern hier wirkt man sowieso viel zu klein
Behalt ein Foto, damit du nicht vergißt,
daß das Leben in den Straßen
es in den Straßen ist

In endlosen Gängen
die Wände sind weiß
laufe nach vorne
und denke im Kreis

Für das eigene Hausrecht
die Regeln gemacht
ich kann so tun als ob
doch hab ich keine Macht

Mein eigener Schatten ist der einzige Gast
Ich heiß ihn herzlich willkommen
|:in meinem Tränenpalast:|

Nimm den Hammer
und schlag die Wände ein für allemal ein
In den hohen Mauern hier wirkt man sowieso viel zu klein
Behalt ein Foto, damit du nicht vergißt,
daß das Leben in den Straßen
es in den Straßen
es in den Straßen ist

Als im Hinterland die Wut entbrannte,
Schwieg die große Stadt
Als man sich in Kellern traf, eine Idee entwarf,
Schlief die große Stadt
Als der Held den Tag verschlief und der Zeitgeist um die Ecke lief
Bündelte sich eine Kraft, die größeres Interesse schaffte

Was große Wirkung hat, läuft auch glatt
Über den Ladentisch
Sogar der Idealist ganz gern vergißt,
Worum es eigentlich ging
Aus Worten wurde Klang, der jahrelang an Überzeugungskraft verlor
Was blieb war ein Symbol totgekauft
Und |:innen hohl:|

|:Aus-ver-kauf, alles muß raus
Und kauf -ein Punkt im
Farb-verlauf dich nicht im Wald mein Kind oh:|

Wo kann man hin,wenn dein Versteck im Schaufenster steht
Der Schein zum Anderssein an der Kasse hinterlegt ist,
Gold zu Scheiße wird und Scheiße zu Gold
Schnell und professionell alles, alles überrollt

Der Taugenichts tanzt auf dem Seil,damit er frische Luft empfängt
Aus dem Hinterhalt trifft ihn ein Pfeil, an dem ein Zettel hängt:

„Die Wut nach außen, sind die Tränen nach innen, wann ist damit endlich Schluß?
Gegen mich selbst kann ich nicht gewinnen, darum ich auf dich schießen muß
nur aus Liebe

Und wenn du fällst, dann in meine Arme
Und wenn Du Dich hälst, dann an meiner Hand
Falls Du immer noch gehen möchtest
|:Wird alles anders sein, weil wir uns nicht verzeihen:|

Mit schwindender Kraft und einer Narbe im Herzen sucht er Selbstvergessenheit
durch Wagnemut und sicheres Scherzen schaut er unter jedes Kleid

Die kurze Lust sucht Wiederholung doch bleibt oft nur ein trübes Bild
schließe ich nicht mit mir Frieden wird der Durst niemals gestillt,
nach allem und nichts

Hast verlernt lange Zeit zu bleiben
ist für Dich ein fauler Kompromiss
mußt ab und zu alte Geister vertreiben
hör auf zu grübeln….und lebe wieder
Ist was ich will auch was ich brauche
wenn er wüßte, was er will
Wer ist da, wenn ich mich verlaufe
ist sein Kopf denn niemals still
Fühl mich schwach und zeige Stärke
verstehe einer sein Selbstmitleid
Viel im Blick nichts in der Hand
Komm zur Ruhe es ist noch Zeit
es ist noch Zeit
viel Zeit

Gib den Bösen ihre Hiebe
und gib den Guten dafür das Gefühl von Liebe

Gib den Intelligenten ihren Spott
Gib den Menschen ohne Bildung ihren Gott

Gib den Armen ihren Neid
Gib den Fleißigen die Rastlosigkeit

Gib den Reichen ihre Angst
Und ein paar Opfer, wenn Du es verlangst

Gib den Paranoiden ihren Krieg
den Überlebenskämpfern gib ihnen ihren Sieg

Gib den Politikern ihre Macht
und den Ehrgeiz, der darüber lacht
|:das alles gib uns:|:nur zufriedenheit gib nicht:|gib nicht
|:nur zufriedenheit gib nicht:|

Gib den Ängstlichen Sicherheit
Und den Nachbarn ihren Streit

Gib den Selbstgerechten Melancholie
Gib den Genügsamen ihre Nostalgie

Gib den Geilen ihren Sex
Gib den Kriminellen ungedeckte Schecks

Gib den Bürgerlichen ihre Familie
und den Suchenden irgendwelche Ziele

Gib den Medien ihre Geschichte
Gib ihr Wichtigkeit und rede sie zunichte

Gib den Kulturen ihre Zeit
und den Propheten ihre Scheinheiligkeit

Gib den Entwicklungsländern arbeit früh bis spät
und dem Wettbewerb seine Qualität

Gib jedem Arbeitslosen einen Beruf
Und Gott die Gewissheit, daß er die Welt erschuf

Fisch lern`schwimmen, tue es gar nicht oder ganz
Sollst nicht merken, daß Du`s eigentlich schon kannst
Bei so vielen Exemplaren deiner Art
Ist Idealismus keine gute Tat

Warum einfach, wenn es auch anders geht
Warum gemeinsam, wenn der Wind sich plötzlich dreht
Persönliche Gründe fingen den Fisch im Netz
Was mit ihm passierte, bestimmte das Gesetz

Könnte dir gefallen hab ich für kurze Zeit geglaubt
Hab`s dann nicht gemacht, denn war wohl nicht erlaubt
Im Vorübergehen auf frischer Tat ertappt
Ohne Bewilligung haben wir Spaß gehabt
Das Trockenfutter war alles, was im Wasser schwamm
Als ich fliehen wollte, baute ich mir selbst ein Damm
Gabst mir meine Jugend, hast Gedanken mir geklaut
Als ich nicht mehr schweigen konnte, hatte ich es selbst geglaubt

|:Hinein ins Glas und lerne Schwimmen:|
Hinein ins Glas, glaube mir, es muß so sein
|:Hinein ins Glas und lerne Schwimmen:|
Hinein ins Glas, schau, hier bist du nicht allein

Die Sonne, die verschwindet, hinter irgendeinem Haus
der ernste Teil des Abends besiegelt mit Applaus

Der Kopf gefüllt vom Tage, verschwommen wirkt das Licht
doch mit dem Hängen lassen verbessert sich die Sicht

Dein Blut, daß kannst du hören, als ob in dir was wächst
vielleicht auch nur das Fieber, das du in dir entdeckst

Die Nase wird empfindlich, eine Stimme die befiehlt
Geh hin, wo es nach Menschen und nach Leben riecht

|:In der Nacht:|4x

In der Nacht hab ich den Weg verlor`n
In der Nacht hab ich ein Licht gesehen
In der Nacht hab ich einen Eid geschwor`n,
den ich niemals halten kann

Die Fragen bleiben offen, doch stören tun sie nicht
Das Großhirn ist besoffen, das Zwischenhirn noch nicht

Die Worte wollen kitzeln, leicht an deinem Ohr
Und da sie schneller werden, kommt sehr viel hervor

Und das kann viel bedeuten, solang du bleibst im Fluß
Erst wenn die Geister stören, ist damit wieder Schluß

Das, was uns trennt am Tage erscheint wie weggewischt
Wenn Wünsche sich begegnen, werden die Karten neu gemischt

|:In der Nacht:|

In der Nacht hab ich den Weg verlor`n
In der Nacht hab ich ein Licht gesehen
In der Nacht hab ich einen Eid geschwor`n,
den ich niemals halten kann

Offen ist alles, das Herz im Leerlauf schlägt
Für die Zukunft, die vor dem Tore steht

Offen ist die Tür, bis jemand auf die Schwelle tritt
Solang uns niemand sieht, nehm ich dich gerne mit

Freiheit sei, wenn du nichts verlangst
Ist, was du um uns baust, auch irgendeine Angst

Und denke nicht einmal, daß du`s für mich getan hast

Nur ein Wort, ob es dir wichtig ist
Denn ein Täter und ein Opfer gibt es in diesem Fall nicht
Nur ein Wort, was immer es auch ist
Sonst versteh`ich deine Tränen nicht

Wenn du bei dir bist und tief im Leben wühlst
Merkt man es nicht trotzdem, was du für andere Menschen fühlst

Jemandem näher sein, so schwer ist das nicht
Schwieriger scheint anscheinend das Gleichgewicht

Ist nicht mein Konzept, schreibst du an deine Wand
Bin nicht sicher, ob du`s diesmal hast verkannt

Laß uns warten wieder mal, bis der Sturm vorüber ist

Nur ein Wort, was in dir vor sich geht
Weil es wohl nicht in deinen Augen steht
Nur ein Wort, was immer es auch ist
Sonst versteh`ich deine Tränen nicht

Was tun, wenn man Kerzen hat, doch man braucht 10000 Watt
Ein Computer ohne Sand ist ein rohstoffarmes Land
Haben viel zu viel gekocht und ins Netzwerk gesteckt
Ob dem Administrator schmeckt all das Dosen,
all das Dosenfleisch
Eine Wolke aus Watte über dem Meer aus Zellufan
In einem Schiff aus Pappe, mit dem wir durch die Gegend fahren
Die Farbenfabrik schickte uns nach Wien
Im Kofferraum nur ein Sack mit Heroin
Und er zückte seinen Colt, schoss mit 20mV
Mit ziemlich großer Sicherheit ein Loch in die Zeit
Und wir fliegen halt über den synaptischen Spalt
Denn wir haben keine Wahl bei soviel
soviel Aktionspotential

Wenn du deine Käufer lobst mit ein wenig Obst
Besteigt der Apfelbaron vielleicht wieder seinen Thron
Verschmutzt wurde sein Kleid mit Unverträglichkeit
Das Jucken macht keinen Sinn
Verzeih´mir,
mir und meinem Histamin

Die Kirsche tollt und der Apfel sticht,
weil das Alkaloid am Stammtisch spricht:
„Wir brauchen mehr Parkplätze im großen Stil.
Wir brauchen mehr Parkplätze, denn wir sind ein Ausflugsziel.
Wir brauchen unsere Medizin aus dem Koffer voll mit Aspirin

Es wird Zeit, dass es mal wieder schneit
Es wird Zeit, es wird Zeit
Es ist Zeit, dass es mal wieder
schneit

Ein Herz, das für immer in dir schlägt
Der Schlaf, der dir alle Sorgen nimmt
Das Orakel, das nicht in Rätseln spricht
Die Motte, die nicht mehr fliegt zum Licht

|:Sowas gibt es nicht:|
Eine Träne im Gesicht

Eine Quelle, die niemals versiegt
Eine Straße, die kein Ende hat
Ein Rausch, der niemals ist vorbei
Der Glaube, der alle macht uns frei

|:Sowas gibt es nicht:|
Ein Lächeln im Gesicht

Ein Blick von dir, der mir alles über dich erzählt
Dein Geruch, der an mir klebt, für immer bleibt
Einfach spüren, was du gerade tust
Die Gewissheit, daß das Ziel ist erreicht

|:Sowas gibt es nicht:|
Ich glaub, ich liebe dich

Nimm noch deine Medizin, bevor wir um die Häuser ziehen,
um etwas zu spüren
Den Forschern wurde endlich klar, der Kopf ist nur zur Kühlung da,
hab schon gedacht

|:Steh auf:| und setz dich hin, obwohl ich eigentlich sicher bin
|:Steh auf:| und setz dich hin, obwohl ich eigentlich sicher bin

Denke nah und sehe fern und tue so als wär ich gern
weit weg von hier
Als der Wind von hinten blies, zeigte sich das Paradies
vor meiner Tür

|:Steh auf:| und setz dich hin, obwohl ich eigentlich sicher bin
|:Steh auf:| und setz dich hin

Schenke dir ein schönes Wort und dann geh ich einfach fort,
wie cool von mir
Wer den ersten Stein auch warf, solang ich dich umarmen darf,
bleibt der Weg das Ziel

|:Steh auf:| und setz dich hin, obwohl ich eigentlich sicher bin
|:Steh auf:| und setz dich hin

Immer besser wird die Tarnung,
komplizierter wird das Recht
Unbeachtet bleibt die Warnung
auch die H-Milch wird mal schlecht

Was willst du damit sagen
|:Ich mach`mein Dienst nach Vorschrift:|
Warum sich dann beklagen
|:Genau das ist das Problem:|

Der Professionalismus
steht dir im Gesicht
meinst du
wirklich, dass der Weg, der Weg nach oben,
dass der Weg auf dem Du bist,
dass der Weg, der Weg nach oben
auch ein gesunder ist
Als am nächsten Morgen
wieder alles anders war
Wurde man sich einig
viele sind hier bipolar

Was für ein schöner Morgen
|:bewahr dein Grundvertrauen:|
Und mach`dir keine Sorgen
wegen |:der Entwicklungsdepression:|

Die Empathie,
die aus deinen Augen spricht,
ich freue
mich auf deinen Weg , den Weg nach oben,
deinen Weg, auf dem Du bist
dein Weg, der Weg nach oben,
auch wenn er noch hier unten ist

Dein Weg, der Weg nach oben
dein Weg ,auf dem du bist
Schau der Weg , der Weg nach oben
Der Weg auf dem du bist
Ob der Weg, der Weg nach oben
überhaupt so wichtig ist

An einem Ort, wo niemand war
Nur der Mond schien klar

Saß sie auf seinem Schoß
Und der Mond schien groß

Solange hat sie nichts gesagt,
Was an ihrem Stolz genagt
So viel Emotionen, so wenig Liebe

Versiegelt hinter ihrem Blick
kam bisher nichts mehr zurück
Alle Worte waren Triebe
Des einen Wut ist des anderen Angst
Immer tun, was du verlangst
Nie wieder, nie wieder
Und als es mal romantisch war,
Die Nacht war warm und sternenklar
Bei ihrem letzten Kuß, bei ihrem letzten Kuß

Die Hände feucht, das Herz schlug schnell
Und der Mond schien hell

Auf einem alten Ruderboot
Und der Mond schien rot, schien rot

Sieh der Mond weiß, wer du bist, niemand sonst hat es erkannt
Das, was von uns übrig ist, liegt in dieser Hand

Du redest immer vom Recht des Stärkeren
Aber wer von uns beiden ist eigentlich der Stärkere
Du, der einem die Schmerzen zufügt
Oder ich, die sie ertragen muß
Weißt du, im Gegensatz zu dir habe ich noch Gefühle wie Liebe oder Mitleid in mir
Und ich werde nicht mehr darauf warten, bis du mich gehen läßt,
Sondern ich werde dich gehen lassen und zwar für immer, versteht du, für immer

Das,was von uns übrig ist, ist das Blut in meiner Hand